Teneriffa ist die größte zu Spanien gehörende Kanarische Insel. Sie liegt im Atlantischen Ozean
vor der Nordwestküste Afrikas, nordwestlich von Kap Bojador. Sie ist etwa 97 Kilometer lang,
16 bis 48 Kilometer breit und bedeckt eine Fläche von 2 059 Quadratkilometern. In den
Gebirgen entspringen viele kleine Flüsse.
Im Nordosten liegt Pinar de la Esperanza, ein Wald mit Eukalyptusbäumen und Pinien. Im
Zentrum der Insel liegt der Vulkan Pico de Teide (3.718 Meter), dessen Kegel sich aus dem
Riesenkrater Las Cañadas erhebt.
Der Teide ist der größte Berg Spaniens. Dieses zentrale Gebirgssystem teilt unter dem Einfluss
des Nordost-Passats Teneriffa in einen wüstenhaften Südteil und einen üppig bewachsenen
Nord- und Nordostteil.
Zu den weiten und fruchtbaren Tälern, die sich an den Seiten der zentralen Hochebene
erstrecken, gehören u. a. die Täler von Orotava und Güimar. Die Vegetation zeichnet sich durch
besonderen Artenreichtum aus. Hier sind Lorbeer- und Drachenbäume sowie verschiedene
Ginstersträucher beheimatet. Auf dem fruchtbaren Boden wachsen Datteln, Kokospalmen, Obst,
Getreide, Mais, Tomaten, Baumwolle, Zucker und Trauben. Der Tourismus ist von großer
wirtschaftlicher Bedeutung.
Santa Cruz de Tenerife, die Hauptstadt der Provinz, ist mit etwa 190 000 Einwohnern die größte
Stadt und der wichtigste Hafen. Die nächstgrößte Stadt ist La Laguna. Die Einwohnerzahl der
Insel beträgt etwa 500 000. In der Guanche-Sprache bedeutet der Name Teneriffa
"schneebedeckter Berg".
Teneriffa wurde 1494 bis 1496 von Alonso de Lugo unterworfen und für Spanien in Besitz
genommen. In der Folge kam es zu einer raschen wirtschaftlichen Entwicklung. Wegen der
günstigen Lage der Kanarischen Inseln auf den spanischen Verbindungsrouten nach Amerika
kam es immer wieder zu Überfällen, zuletzt 1797 durch englische Einheiten unter dem
Kommando von Nelson.
Teneriffa
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